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Eine Klausurtagung oder Klausursitzung ist …. tja, was eigentlich?
Laut Wikipedia stammt das Wort von claudere „abschließen, verschließen“ ab. Soll das jetzt heißen, wir haben all unsere Themen abgeschlossen? Oder wir verschließen uns vor den Anderen? Ja, so ungefähr! Es ist eine Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit!

Das haben wir schon mal so gemacht! Alle unsere Mitarbeiter, in Gänze zwei Herren und alle unsere Mitarbeiterinnen, die übrigen 28 Damen waren von Mittwoch bis Freitag (27.04.2022 bis 30.04.2022) fern ihrer regulären Arbeitsplätze. Das sind vorrangig Beratungsräume, Schulen und Pausenhöfe, Büroräume, auch Küchen und Wohnzimmer von Familien im Landkreis oder öffentliche, neutrale und geschützte Räume und Häuser. So arbeiten wir meist im Zenit der Lebensrealitäten von anderen Menschen. Doch an diesen drei Tagen in Naunhof am Grillensee stand nur das Kollegium und die Vereinsarbeit im Fokus.

Weiter schreibt Wikipedia: „Bei einer Tagung in Klausur werden entweder gemeinsam oder in Gruppen, oft unter Anleitung eines Moderators, bestimmte Themenbereiche besprochen, die sich in der Regel auf das Arbeitsumfeld der Teilnehmer(*innen) beziehen und zunächst nicht veröffentlicht werden sollen.“

Das mit dem Moderator, hier möchten wir Wikipedia verbessern: „oder einer Moderatorin“, hat nicht immer und in allen Gruppen durchgängig geklappt. Bedauerlicherweise hat uns eine sehr kompetente Fachreferentin kurz vor knapp aufgrund von Corona absagen müssen. Somit waren wir zur Improvisation gezwungen. Das Feedback am Ende der Tagung war gutmütig und positiv. Auch vorerst unkonkrete Themen und offene Slots haben zu sinnvollen Diskussionen und Nachhaltigkeit beigetragen und einen konkreten Rahmen abgesteckt.

Team Familien- und Erziehungsberatung: Von links: Norman Haase und Lysann Philipps

Klausurtagungen sind zum Beispiel bei politischen Parteien oder Führungskräften großer Organisationen zu festgesetzten Terminen, aber auch aus aktuellem Anlass üblich.„, schreibt Wikipedia weiter.

Nun gut, das sind wir nun nicht. Weder politische Parteien noch Führungskräfte. Ganz im Gegenteil. Wir sind basisdemokratisch und leben besonders in unserer Klausurtagung flache Hierarchien. Viele Entscheidungen werden gemeinsam oder in der Fachgruppe getroffen. Aber wir haben, mehr als sonst viel über Politik und dessen Vertretungen im Landkreis gesprochen und konkrete Maßnahmen erarbeitet, wie wir als ausführende soziale Hand mehr Gehör in der kommunalen Politik und in bestimmenden Gremien bekommen.
Den Termin für 2023 haben wir ganz im Sinne der digitalen Enzyklopädie vorbildlich festgesetzt. Aus aktuellem Anlass feiern wir nur unser 30-jähriges Jubiläum 2024. Alles andere ist terminlich planbar.

Von links: Claudia Preuß und Lysann Philipps

Weiter schreibt das Online-Nachschlagewerk: „In der Gruppenpsychologie sind sie ein wichtiges Element des Gruppenprozesses.“

Wohl wahr. Was wäre die Arbeit ohne ein sich gut verstehendes Kollegium? Sind nicht auch Unstimmigkeiten im Team manchmal Gründe für Kündigungen seitens der gut ausgebildeten Fachkräfte? Die Abende verbrachten wir gemeinsam am Feuer mit einem Glas Wein. Spaziergänge mit Gesprächen auch über das eine oder andere private Thema gehören natürlich dazu. Wir wünschen uns, dass sich Arbeit wie Leben anfühlt! Da gibt es immer auch mal Zoff, aber im Großen und Ganzen sind wir uns nah – in unserer Familie …. äh … Gruppe.
Das haben sich unsere Psychologinnen schon wirklich gut ausgedacht mit dieser Klausurtagung – apropos Gruppenpsychologie.