Und wenn man denkt, es geht nicht mehr — kommt irgendwo eine Kürzung her.

2025 war auch so schon für uns wie alle ande­ren Fami­li­en­be­ra­tungs­stel­len ein har­tes Jahr. Die Haus­halts­la­gen in allen Kom­mu­nen mit den dar­aus fol­gen­den Kon­se­quen­zen sind auch bei uns schon lan­ge ange­kom­men. Neben der wei­ter­hin hohen Zahl an Anfra­gen von Rat­su­chen­den ste­hen auch Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te im Netz­werk zuneh­mend nur ein­ge­schränkt zur Ver­fü­gung. Ursa­chen hier­für sind Über­las­tun­gen bei Koope­ra­ti­ons­part­nern, Stel­len­kür­zun­gen oder nicht besetz­te Stel­len, etwa in der Schul­so­zi­al­ar­beit oder im All­ge­mei­nen Sozia­len Dienst (ASD), der häu­fi­ger auf­grund prio­ri­sier­ter Arbeits­wei­sen sei­ne bera­ten­den Auf­ga­ben nicht mehr im geplan­ten Umfang wahr­nimmt, sowie erschwer­te Zugän­ge zu inten­si­ve­ren Hil­fen zur Erzie­hung, deren Bewil­li­gung der­zeit mit zusätz­li­chen Hür­den ver­bun­den ist.

Trotz­dem hat uns hat die Infor­ma­ti­on über die geplan­ten Kür­zun­gen in der Stadt Leip­zig dann Ende 2025 doch kom­plett uner­war­tet getrof­fen und völ­lig scho­ckiert. Noch vor kur­zer Zeit hat­ten wir auf­grund unse­rer dau­er­haft hohen Aus­las­tung und der lan­gen War­te­lis­ten Kapa­zi­täts­er­hö­hun­gen für die Bera­tungs­stel­len im Stadt­ge­biet Leip­zig bean­tragt. Nun ste­hen wir vor dem Gegen­teil: dem Abbau von Stel­len­an­tei­len und einer wei­te­ren Zuspit­zung der ohne­hin ange­spann­ten Situa­ti­on. Auch wir sind direkt betrof­fen – unse­re War­te­lis­ten sind bereits voll und wer­den nach dem gefor­der­ten Stun­den­ab­bau nicht weni­ger wer­den, unse­re Mit­ar­bei­ten­den arbei­ten seit Jah­ren am Limit, und den­noch kön­nen wir den wach­sen­den Bedarf vie­ler Fami­li­en nicht decken. Das zer­mürbt uns genau­so wie die rat­su­chen­den Fami­li­en, die sich von Bera­tungs­stel­le zu Bera­tungs­stel­le tele­fo­nie­ren und hof­fen, dass es für sie bald Unter­stüt­zung gibt. 

In einem offe­nen Brief an Leip­zigs Ober­bür­ger­meis­ter Burk­hard Jung machen wir gemein­sam mit ande­ren frei­en Erzie­hungs- und Fami­li­en­be­ra­tungs­stel­len deut­lich, wel­che Fol­gen die­se Ent­wick­lung für Kin­der, Jugend­li­che und Fami­li­en in Leip­zig hät­te. Gleich­zei­tig stellt sie auch uns als Ein­rich­tung vor gro­ße orga­ni­sa­to­ri­sche und finan­zi­el­le Herausforderungen.

Um trotz die­ser Unsi­cher­heit wei­ter­hin mög­lichst vie­le Fami­li­en beglei­ten zu kön­nen, sind wir mehr denn je auf zusätz­li­che Unter­stüt­zung ange­wie­sen. Wenn Sie unse­re Arbeit schät­zen und einen Bei­trag leis­ten möch­ten, hel­fen Spen­den ganz kon­kret dabei, zusätz­li­che Kos­ten abzu­fe­dern. Jeder Bei­trag zählt und unter­stützt direkt die Fami­li­en, die drin­gend auf unse­re Hil­fe ange­wie­sen sind.