Land in Sicht – ein Jahr des Aufbruchs, der Veränderung und neuer Perspektiven

von Ron­ja Menzen

Das Frau­en*- und Kin­der­schutz­haus des Weg­wei­ser e. V. ist seit vie­len Jah­ren ein siche­rer Zufluchts­ort für Frau­en und Kin­der im Land­kreis Leip­zig, die von häus­li­cher Gewalt betrof­fen sind. Das Jahr 2025 mar­kier­te einen wich­ti­gen Mei­len­stein in der Wei­ter­ent­wick­lung unse­rer Arbeit.

Anfang Febru­ar erfolg­te der Umzug in das neue Schutz­haus. Das Gebäu­de wur­de 2024 mit Unter­stüt­zung von Bun­des­in­ves­ti­ti­ons­mit­teln sowie einem Zuschuss des Frei­staa­tes Sach­sen erwor­ben und umfas­send saniert. Die Vor­be­rei­tun­gen waren mit gro­ßem Auf­wand ver­bun­den, um einen rei­bungs­lo­sen Über­gang für die Bewoh­ne­rin­nen und ihre Kin­der zu gewährleisten.

Nach dem Umzug wur­de das neue Haus sehr posi­tiv auf­ge­nom­men. Die hel­len, groß­zü­gi­gen Räu­me und die freund­li­che Atmo­sphä­re schaf­fen nicht nur Sicher­heit, son­dern bie­ten gute Bedin­gun­gen für Sta­bi­li­sie­rung und Erho­lung nach belas­ten­den Erfah­run­gen. Bereits bei der Pla­nung wur­den trau­ma­sen­si­ble Aspek­te berücksichtigt.

Farb­ge­stal­tung, Licht­ver­hält­nis­se und eine kla­re Raum­struk­tur för­dern Ori­en­tie­rung, Ruhe und Sicher­heit. Ergänzt wird dies durch erhöh­te, eng von Poli­zei und Feu­er­wehr bera­te­ne Sicher­heits­stan­dards, die sowohl den tat­säch­li­chen Schutz als auch das Sicher­heits­ge­fühl stär­ken. Für Frau­en und Kin­der, die häu­fig aus von Angst und Unsi­cher­heit gepräg­ten Situa­tio­nen kom­men, ist dies eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für die Ver­ar­bei­tung des Erleb­ten und die Ent­wick­lung neu­er Perspektiven.

Mit dem Umzug begann zugleich eine wei­te­re inten­si­ve Arbeits­pha­se. Im ers­ten Halb­jahr stan­den das Ankom­men und die Ein­rich­tung des Hau­ses im Mit­tel­punkt. Möbel- und Mate­ri­al­lie­fe­run­gen muss­ten koor­di­niert, Gemeinschafts‑, Bera­tungs- und Büro­räu­me aus­ge­stat­tet sowie Lager­flä­chen orga­ni­siert wer­den. Trotz die­ser zusätz­li­chen Auf­ga­ben blieb der Schutz- und Betreu­ungs­be­trieb unein­ge­schränkt erhal­ten. Mit­te des Jah­res waren die wesent­li­chen Arbei­ten abge­schlos­sen. Für das Team war dies ein beson­de­rer Moment der Aner­ken­nung des gemein­sam Erreichten.