Hier wohnt Familie Schäfer

Workshop im Rahmen einer Bilderausstellung 

Ziel­grup­pe: Kin­der zwi­schen 4 bis 12 Jah­ren im Schul- oder Frei­zeit­kon­text, Fach­kräf­te und Eltern
Dau­er: 120 Minu­ten (je nach Wunsch der Insti­tu­ti­on auch anders mög­lich)
Kos­ten: 200,00 € (Spen­de)

Bild mit Comic- Bilder

Im Rah­men einer Aus­stel­lungs­be­ge­hung (9 Roll-Up-Stän­dern) wer­den Streit­mus­ter und Gewalt­si­tua­tio­nen im Zuhau­se der Fami­lie Schä­fer aus den Augen eines Kin­des erzählt. Sen­si­bel neh­men zwei Pädagog*innen des Weg­wei­ser e. V. die Kin­der mit in das Zuhau­se der Fami­lie Schä­fer und sen­si­bi­li­sie­ren und reflek­tie­ren die eige­nen Erfahrungen. 

Inhalt und Durchführung

Zur Geschich­te: „Fami­lie Schä­fer ist eine ganz nor­ma­le Fami­lie wie jede ande­re. Sie fährt gern an den Strand und hat viel Spaß zusam­men. Im All­tag kommt es jedoch auch oft zu Streit zwi­schen den Eltern. Der Vater hat sei­ne Wut dann nicht im Griff und wird nicht nur belei­di­gend son­dern schlägt auch zu. Das ist manch­mal so schlimm, dass die Mut­ter zum Arzt muss. Die Kin­der lei­den sehr unter der Situa­ti­on und füh­len sich schul­dig. Sie wis­sen nicht was sie tun kön­nen und wer ihnen hel­fen kann.“

Die­ses Pro­jekt dreht sich um das The­ma der häus­li­chen Gewalt und ins­be­son­de­re um die Rol­le der Kin­der in die­sem Kon­text. Die Kin­der erfah­ren wäh­rend des Work­shops die Unter­schie­de zwi­schen einem klei­nen Streit unter Erwach­se­nen und häus­li­cher Gewalt. Sie tau­schen sich über Streit­si­tua­tio­nen und ihre Gefüh­le aus und bekom­men die Mög­lich­keit in einem geschütz­ten Rah­men über Ängs­te und Erleb­nis­se zu reden.
Ziel des Pro­jek­tes ist es, mit Hil­fe der Geschich­te von Fami­lie Schä­fer, die Kin­der zu sen­si­bi­li­sie­ren auf ihre Freun­de und Umwelt zu ach­ten und ihnen die Mög­lich­kei­ten des Schut­zes und der Unter­stüt­zung für betrof­fe­ne Kin­der und ihre Eltern auf­zu­zei­gen. Durch ver­mit­tel­te Hand­lungs­stra­te­gien wer­den die Kin­der gestärkt, sich Hil­fe zu suchen, um die Ohn­macht zu über­win­den. Nicht zuletzt erfah­ren die Kin­der, dass die­ses The­ma Jede_n betref­fen kann und ins­be­son­de­re, dass sie nicht schuld dar­an sind.
Die Fach­kräf­te, wie Erzieher_innen und Lehrer_innen erhal­ten dabei wich­ti­ge Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen und kön­nen gemein­sam mit ihrer Gruppe/ Klas­se Fra­gen stel­len und den Zugang zum The­ma für die Kin­der und Jugend­li­chen beglei­ten. Es besteht das Ange­bot eine Vor­stel­lung der Aus­stel­lungs­in­hal­te für die Fach­kräf­te in der Dienst­be­ra­tung zu orga­ni­sie­ren oder einen the­ma­ti­schen Eltern­abend mit zu gestalten.