Gleichstellung ist unverhandelbar

Zivil­ge­sell­schaft im Land­kreis Leip­zig stellt sich hin­ter die kom­mu­na­len Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten | Neun Akteu­re aus der Zivil­ge­sell­schaft tre­ten Bünd­nis „Gleich­stel­lung – #unver­han­del­bar“ bei

Leip­zig, 28.01.2026

Neun zivil­ge­sell­schaft­li­che Akteu­re aus dem Land­kreis Leip­zig, die in unter­schied­li­chen Fel­dern aktiv sind, tre­ten dem Bünd­nis „Gleich­stel­lung – #unver­han­del­bar“ bei. Fol­gen­de Orga­ni­sa­tio­nen haben sich gemein­sam zu die­sem Schritt ver­stän­digt: Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­bü­ro Sach­sen e.V., Bel­lis e.V., Bon Cou­ra­ge, Gleis 1, Kin­der- und Jugend­ring Land­kreis Leip­zig e.V., Kon­takt­stel­le Woh­nen, Netz­werk für Demo­kra­ti­sche Kul­tur e.V., Rosa­Lin­de Leip­zig e.V., Weg­wei­ser e.V.

Das Bünd­nis wur­de von der „Lan­des­ar­beits­ge­mein­schaft der kom­mu­na­len Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten Sach­sens“ ins Leben geru­fen. Es setzt sich dafür ein, dass die kom­mu­na­len Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten in der jet­zi­gen Form erhal­ten blei­ben und nicht ins Ehren­amt gedrängt werden.

„Wir wol­len mit unse­rer Bera­tungs- und Bil­dungs­ar­beit zur Gleich­be­rech­ti­gung aller Geschlechts­iden­ti­tä­ten in der Gesell­schaft bei­tra­gen. Sexis­mus, häus­li­che Gewalt und Femi­zi­de zei­gen, dass noch ein lan­ger Weg zu gehen ist. Wir brau­chen star­ke, kom­pe­ten­te Ansprechpartner*innen vor Ort, um ihn gehen zu kön­nen. Wir brau­chen die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten in den Kommunen!”
Are­zu Braun, Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­bü­ro Sach­sen e.V.

„Wir bera­ten Men­schen nach sexua­li­sier­ter Gewalt. Für uns steht fest: Gleich­stel­lungs­ar­beit ist mehr als Sym­bo­lik, sie ist eine struk­tu­rel­le Vor­aus­set­zung für wirk­sa­men Gewaltschutz.
Wenn haupt­amt­li­che Gleich­stel­lungs­ar­beit nicht mehr ver­pflich­tend ist, bedeu­tet das weni­ger Sicht­bar­keit für Betrof­fe­ne, weni­ger Zugang zu Hil­fe und weni­ger Druck auf Insti­tu­tio­nen, struk­tu­rel­le Dis­kri­mi­nie­rung und Gewalt zu bekämpfen.“
Caro­lin Hor­bas, Bel­lis e.V.

„Wer Gleich­stel­lung schwächt, schwächt die Demo­kra­tie. Für unse­re Arbeit mit Geflüch­te­ten sind die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten unver­zicht­ba­re Partnerinnen”
Caro­lin Münch, Bon Cou­ra­ge e.V.

„Eine Strei­chung des Refe­rats für Gleich­stel­lung hät­te weit­rei­chen­de Fol­gen – so auch für uns als Kul­tur­ein­rich­tung. Ohne die­se Struk­tur ver­lie­ren wir den Zugang zu wich­ti­gen För­der­mit­teln mit der Fol­ge, unser Ver­an­stal­tungs­an­ge­bot stark ein­schrän­ken zu müs­sen. Das bedeu­tet ganz kon­kret: Weni­ger kul­tu­rel­le Teil­ha­be für die Bürger*innen der Gemein­de Neu­kie­ritzsch und Umgebung.“
Manu, Gleis 1 e.V.

„Als Kin­der- und Jugend­ring im Land­kreis Leip­zig tre­ten wir sehr gern dem Bündnis
Gleich­stel­lung bei, weil wir uns für die Gleich­stel­lung der Geschlech­ter in der
Jugend­ar­beit hier in unse­rer Regi­on einsetzen.“
Andre­as Rau­hut, Kin­der- und Jugend­ring Land­kreis Leip­zig e.V.

„In unse­rem Ver­ständ­nis von demo­kra­ti­schem Mit­ein­an­der soll­te Gleich­stel­lung als
Pflicht­auf­ga­be gese­hen wer­den. Sie stärkt unser frei­heit­lich-demo­kra­ti­sches System
und sorgt dafür, dass Arti­kel 3 GG auch gesell­schaft­lich umge­setzt wird. Für unsere
Arbeit sind Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te und deren Stel­len­wert als Pflicht­auf­ga­be der
Kom­mu­nen unerlässlich.“
Lisa Kohe­sta­ni und Kris­tin Temm­ler, Kon­takt­stel­le Wohnen

„Klar wäre es schön, wenn es kei­ne Beauf­trag­ten für Gleich­stel­lung mehr bräuchte,
wenn also Gleich­stel­lung kein The­ma, son­dern gesell­schaft­li­che Rea­li­tät wäre. Aber so
ist es lei­der nicht und des­halb möch­ten wir Teil des Bünd­nis­ses sein, denn auch wir
fin­den: Gleich­stel­lung ist #unver­han­del­bar.”
Lud­wig Hen­ne, Netz­werk für Demo­kra­ti­sche Kul­tur e.V.

„In einer Zeit, in der unse­re Unter­schie­de wie­der betont und Men­schen auf­grund ihres
Geschlechts, ihrer sexu­el­len Ori­en­tie­rung, ihrer Reli­gi­on, ihrer Her­kunft oder ihrer
Haut­far­be aus­ge­grenzt, dis­kri­mi­niert oder gar ange­grif­fen wer­den, kann es sich unsere
Gesell­schaft nicht leis­ten, auf Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te und deren wich­ti­ge Arbeit zu
verzichten.”
Oce­an Hale Meiß­ner, Rosa­Lin­de Leip­zig e.V.

„Der Weg­wei­ser e.V. ist eine Anlauf­stel­le für von häus­li­cher Gewalt betroffenen
Men­schen. Gleich­stel­lung ist eine Grund­vor­aus­set­zung für eine demo­kra­ti­sche egalitäre
Gesell­schaft. Dar­um braucht es unbe­dingt eine zen­tra­le Ansprechpartner*in in der
Kom­mu­ne, die die­ses wich­ti­ge Anlie­gen im Blick behält.”
Kers­tin Kup­fer, Weg­wei­ser e.V.