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Die Tage um Weihnachten sind nicht für alle eine friedvolle und ruhige Zeit. Allzu oft wird in diesen Tagen auf allen Kanälen vom Fest der Liebe und der Harmonie gesprochen. Dass dies aus Sicht von Betroffenen häuslicher Gewalt den Druck „auszuhalten“ erhöht und die gesellschaftliche Tabuisierung von Gewalt in Partnerschaften und Familien unterstützt, wird dabei wenig bis gar nicht beachtet.

Paar unterm Weihnachtsbaum

In diesem Jahr konnten die Frauenhausmitarbeiterinnen beobachten, dass es zu mehr Kontaktaufnahmen per SMS kam, was verdeutlicht, wie wenig Raum und Zeit die Frauen* haben, um sich Hilfe zu suchen.

Nach Weihnachten haben uns dann deutlich mehr Anrufe erreicht als in den Wochen zuvor. Beratungen am Telefon und Vorbereitungen auf das Verlassen der Wohnung und den Einzug ins Frauenhaus reihten sich aneinander, was auch die Sofortaufnahmestelle der Stadt Leipzig berichtete: Frauenhäuser geraten an ihre Auslastungsgrenzen und Mitarbeiterinnen an ihre Belastungsgrenzen.

Den Mut und die Kraft aufzubringen aus der Gewaltdynamik auszusteigen und den ersten Schritt in ein selbstbestimmtes Leben zu gehen, gebührt aller Wertschätzung.
Es bleibt für uns dabei weiterhin für eine Gesellschaft zu kämpfen, in der Gewalt sprechbar wird und unter keinen Weihnachtsbaum gekehrt, bagatellisiert oder als Beziehungsstreitereien abgetan wird, damit zukünftig mehr Frauen* und Kinder der häuslichen Gewalt entkommen und ein Leben in Sicherheit und Leichtigkeit beginnen können.

Helfen Sie langfristig unsere Frauen*- und Kinderschutzeinrichtungen zu sichern und spenden Sie!